Organza wurde geschnitten, vernäht, versäubert und für gut befunden

Für ein Nähprojekt muss Organza bearbeiten. Ein Stoff mit Tücken… es sei denn, man weiß ihn zu bändigen… am besten doch mit 800°C.

Überlegungen

Organza… ein fieser Stoff mit dem es nicht leicht ist umzugehen. Doch für ein Nähprojekt (Brautschleier) brauche ich schöne Kanten ohne sie mit einem anderen Stoff zu kaschieren. Typische Herangehensweise: ich googelte erst mal, wie es andere gemacht haben. Ein Forumsbeitrag erweckte Neugier bei mir: Die Beitragsschreiberin schrieb von ihrem leichten Trick den Stoff nicht, wie gewöhnlich mit der Schere zu schneiden, sondern ihn einfach mit einem Bastel-Lötkolben zu durch trennen. Praktischerweise habe ich zu Hause jemanden mit gleich zwei Lötkolben sitzen.

Testphase

Organza Übungsstreifen

Organza Übungsstreifen

Zunächst schnitt ich mir ein Probestück aus meiner Stoffbahn . Brav mit Schere. Als Unterlage hatte ich eine Schieferplatte genommen. Dann setze ich den heiß gewordenen Lötkolben an. Mit dem ersten Ergebnis war ich nicht ganz zufrieden. Im Forumsbeitrag hieß es auch: es braucht Übung. Wobei es dann doch recht simpel ist. Man darf nur nicht mit der Spitze des Lötkolbens den Stoff durchtrennen oder nicht wie mit einem Stift hantieren. Sobald ich den Stoff etwas anhob – somit aber etwas freihand arbeitete – ging der Lötkolbe sehr gut durch. Zusätzlich versuchte ich es mit einem Gaslötkolben, der jedoch für die Verarbeitung beim Nähprojekt nicht in Frage kommt, denn ich entdeckte eine fiese Schwachstelle: an der Seite des Kolbens kann man sogar die kleine Flamme sehen und wenn man den Kolben zu schräg hält… böser Fehler bei Organza. Der Stoff verzog sich sofort (im Bild rechter Streifen, unten). Für mich Tollpatch also nix.

Was auch auffällt: die Ränder sind zwar auch in einem versäubert, aber leider nicht gerade. Man muss nicht nur den Kolben gerade halten, sondern es ist auch die Geschwindigkeit entscheidend. Sonst schmilzt zu viel. Kurz um… richtig zufrieden war ich nicht. Und nur umnähen oder ähnliches kommt nicht in Frage.

Finaler Lösungsansatz

Nähen, scheiden, löhten. Top. Ich nähte also eine gerade Linie ca. 5mm neben den Schnitt mit einem einfachem Stich; kurzer Abstand, kaum Spannung damit sich der Stoff nicht verzieht. Dann schnitt ich ca. 4mm mit der Schere weg bevor ich den übrig gebliebenen Rest mit dem Lötkolben schmolz. Auf diese Weise blieb eine sehr dünne Naht zurück, die mit dem Stoff eins geworden ist. Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis.

Das Resultat findet ihr in diesem Beitrag.

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2 Gedanken zu “Organza wurde geschnitten, vernäht, versäubert und für gut befunden

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