DIY: Selbst ist die Braut

Man hat gewisse Vorstellungen, aber leider findet man nicht immer alles den Vorstellungen entsprechend. Warum also nicht etwas selbst machen. In meinem Fall: Schleier, Kette, Armband, Schuhe, Bolero und Brauttasche. Das Kleid habe ich hingegen gekauft ;)

Brautschleier

Vor kurzem habe ich einen Beitrag dazu verfasst, wie ich meinen Schleier zugeschnitten und verarbeitet habe.

Schmuck

SchmuckNach einem kurzen Besuch bei IDEE in Frankfurt war für mich klar: den Schmuck erstelle ich selbst. Zumindest Kette und Armband. Im Grunde klappte es mit Schmuckdraht, Kettenverschluss, Quetschperlen, Wachsperlen und einem Zangenset von Roland auch wunderbar. Aber ich probierte etwas rum und konnte am Ende aus drei Ketten wählen.

Es war recht simple: Zunächst schnitt ich den Draht zurecht. Als Ausgangspunkt nahm ich meine Kette, die ich jeden Tag trage. Da ich meine Kette für die Hochzeit zweireihig machen wollte, knickte ich die eine Seite nur und ließ den zweiten Drahtteil 3cm länger. Anschließend setzte ich an das umgeknickte Ende einen Verschluss und fixierte es mit einer Quetschperlen. Danach erstellte ich eine Probekette ohne Quteschperlen, sprich ich legte es nur zurecht. Nachdem das klappte machte ich eine mit Quetschperlen. Insgesamt machte ich den letzten Teil dreimal, da ich die Ketten zwar gut fand, aber an sich immer etwas zu viel und so wurde jede Kette filigraner. Die zweite wurde später, doppelt ums Handgelenk gelegt, zum Armband von meiner Mutter. Mein Armband hingegen gelang beim ersten Versuch, nachdem ich wusste, dass mir Kette Nr 1 zu überladen war ;)

Eigentlich wollte ich kleine runde Computerbestandteile mit in die Kette einbauen, aber nach dem ersten Versuch damit entschied ich mich dagegen. Sie wirkten mit 2 cm Durchmesser viel zu wuchtig (mein Kleid hatte breite Träger). Stattdessen platzierte ich als Mittelpunkt ein Kleeblatt.

Wie gesagt: recht simple. Der Zeitaufwand ist überschaubar. Hätte ich mich einmal richtig, statt immer wieder, hingesetzt, hätte es nur ein bis zwei paar Stunden am Abend benötigt.

Brautschuhe

Das Thema Schuhe verlief – ich muss es leider zugeben – frauentypisch. Eigentlich hatte ich bereits von unserer standesamtlichen Hochzeit weiße Schuhe. Schöne weiße, die bequem sind, flach und mit einem Einsatz von „Spitze“. An sich sollte es doch passen… aber ich hätte am liebsten dann doch, passend zum grünen Unterrock, grüne Schuhe. ABER… erst mal schöne, schicke, flache, grüne Schuhe finden. Und immer wieder bei der Suche saß mein schlechtes Gewissen im Nacken: du hast schon Schuhe! Auch wenn meine Suche ergebnislos blieb – wirklich ergebnislos, es gab NICHTS –, hatte ich mir etwas in den Kopf gesetzt und ich beschloss es selbst in die Hand zu nehmen ;)

Ich nahm meine bereits vorhanden Schuhe und besorgte mir grüne Textilfarbe. Meine Idee – und spätere Umsetzung – war, dass der Streifen Spitze an meinen Schuhe grün anzumalen sei. Und mit Pinsel bewaffnet klappte es sogar problemlos. Für den letzten Schliff nähte ich Perlen, die ich bei meinen anderen Accessoires einsetzte, auf besagten neuen grünen Streifen.

Eine wunderbare Kombination aus grünen Hinguckern und meinem Gewissen :)

Zeitaufwand: vergebliche Schuhe-Suche … 2 Stunden. Schuhe umfärben: 45-50 min. Mit Perlen besticken: 15 min. Es hat sich gelohnt! Und sie sind nicht übermäßig schick, so das ich sie im Alltag tragen kann. Jetzt zum Beispiel ;)

Bolero…

Bolero_komplettDieses Ding … ich hatte es mir nicht so knifflig vorgestellt, aber ich habe schlicht „Organza“ unterschätzt. Einen Stoff, die ich so schnell nicht wieder verwenden werde.

Als Vorlage nahm ich mir – im dritten Versuch – einen einfachen Schlauchbolero. Die Jäckchen-Version hat nicht so ganz geklappt. Um den Bolero einigermaßen blickdicht zu machen, legt ich ihn doppelt … Fantastische Idee, da Organza ja auch gar nicht rutschig ist.

Das Prinzip des Schlauchbolero ist recht einfach: man misst die Arm und Schulterlänge, schneidet dann ein Stück Stoff mit dieser Länge zurecht. Die Breite  ergibt es aus dem Umfang des Oberarms auf Achselhöhe (Stoff doppelt gelegt, somit nur die Hälfte des gemessenen). Die Armlänge misst man von der schmalen rechten und linken des Stoffes ab und steckt die Kanten ab. Wer möchte kann die Arme nach außen hin zu laufend verschmälern. Denke mit Jersey Stoff ist dieser Bolero genau richtig, mit starrer Organza, pardon … doppelt gelegter Organza, bekommt man leicht einen Buckel zugesprochen. Also machte ich noch Abnäher rein, verfeinerte es immer wieder, bis ich irgendwann aufgab und als Abschluss ein grünes Band herum nähte. An die Ärmel kamen die Computer-Schmucksteine, die ich für die Kette verwenden wollte.

Bolero_knopfSo viel Arbeit … und am Ende nicht getragen, weil ich den Bolero im Hotel vergessen hatte … ups. Mir gefällt er zwar nicht wirklich, aber für die Kirche wollte ich ihn schon tragen. Besonders weil ich doch etwas fror. Zudem ist er mir dem grünem Band ringsherum ein schöner Hingucker.

Handtasche

Ja … gut das sie kaum jemand zu Gesicht bekam ;)
Ich wollte es mir schnell einfach machen: Also nahm ich eine DIN A4 große Moosgummiplatte, klebte darauf weißen Stoff auf die Vorder- und Rückseite, spannte im nächstem Schritt Organza Stoff darüber und klappte es zu zu einem drittel zu. Die Seiten nähte ich zusammen. Somit hatte ich eine Tasche mit offenem Deckel. Auf den Deckel nähte ich grüne Organza und die Stickereien, die ich auch für den Schleier verwendete. Um den Deckel schließen zu können verwendete ich einen Magnetverschluss.

Die Tasche ist kein Blickfang und auch nicht schön, aber es passt Creme-Dose, Handy und Taschentücher rein. Die meiste Zeit lag sie eh nur auf unserem Tisch; unbeachtet von 95% der Gäste.

 

Das war in Kürze die selbstgemachte Brautausstattung. Alles Dinge die ich für die Hochzeit zum ersten Mal gemacht hatte und es klappte. Vielleicht inspiriert es weitere Bräute auch gewisse Dinge selbst zu machen :) Oder habt ihr für eure Hochzeit oder andere Festlichkeiten auch einiges selbst gemacht? Ich würde mich freuen, darüber zu lesen.

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Ein Gedanke zu “DIY: Selbst ist die Braut

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