Großprojekt: Traumhäusle … wie alles begann

11 Monate intensive Suche – und davor ca 6 Monate Nebenbei-Suche – haben endlich zu etwas geführt: wir haben eine Haus für uns gefunden!

Was suchen wir …

grundriss

Grundriss erstellt mit „Sweet-Home“

Unser erster Wunschgedanke war es, ein Bauplatz zu finden, um unser „Traum“-Haus bauen zu können. Es war angedacht ein einfaches viereckiges freistehendes Haus mit den Maßen 11x12m (oder eben kleiner – je nach Grundstück), zwei Etagen und einem ausgelagertem Treppenhaus. Die Idee sollte sein, das die beiden Etagen identisch sind: sprich beide sollten als zwei separate 3-Zimmer-Wohnungen nutzbar sein, wenn gewünscht zb im Alter. Natürlich wäre im oberen Stockwerk die Küche nur mit Anschlüssen angelegt, aber noch nicht mit einer Küchenzeile versehen. Die weitere Theorie war es, den Flur auf einen kleinen Bereich von 2x2m zu reduzieren und alle Zimmer von Wohnzimmer zu erreichen, deswegen auch das augelagerte Treppenhaus.

Der Bauplatz sollte also mindestens 400qm groß sein, preislich nicht über 350 Euro/qm liegen und von der Fahrzeit ca 30min von Wiesbaden entfernt sein.

Schöne Theorie, aber die Realität zeigte ein anderes Bild

Die reine Idee wäre auch umsetzbar… keine Frage, aber … natürlich, in einer Zeit solch niedriger Zinsen in einer sehr begehrten Gegend, ist es nicht gerade einfach einen Bauplatz zu finden. Wir hatten meist das Gefühl einfach 2 Jahre zu spät oder 1-2 Jahr zu früh da zu sein. Alles war vergriffen oder noch in der Planung mit nicht absehbarem Ende. Wir versuchten Kompromisse zu finden, wie einen weiteren Weg, eventuell in einen Hang, höherer Preis oder oder oder … aber ein Bauplatz sollte es einfach nicht sein.

Unsere intensive Suche begann im Januar 2016. An sich hatten wir direkt ein Grundstück gefunden, zwar in zweiter Reihe neben Bahngleisen, aber ein Passendes. Zu erst erschreckte uns der Preis von 320 Euro/qm, aber wir wollten verhandeln. Vielleicht ließ sich noch etwas machen … Nein, im Gegenteil, die drei anderen Interessenten hätten mehr gezahlt … Ab da wussten wir: es wird verdammt schwer und unser Land-Ei-Denken müssen wir ablegen. Es ging also weiter.

Neben den gängigen Seiten versuchten wir auch unser Glück über die Städte und Gemeinden direkt. Hin und wieder ergab sich etwas: mit Kompromissen, wie mit Strommasten hinterm Haus, zwei Grundstücke kaufen (war leider nur für Doppelhaushälften gedacht – ja wir dachten daran unsere beiden Etagen einfach nebeneinander zu bauen, aber wir hätten leider an die Häuser rechts und links bauen müssen mit Platz zwischen „unseren“ Häusern), in einen schiefen Hang reinbauen. Zudem erweiterten wir natürlich immer wieder unseren Suchradius: im Main-Taunus-Kreis begann es, auf Rheingau-Taunus erweitert, dann noch etwas Hochtaunus-Kreis, später Offenbach, Mainz-Bingen, Groß-Grau

Im Mai 2016 fingen wir an, auch fertige Häuser in Betracht zu ziehen. Unsere Budget war dafür bei 500.000 Euro, inklusive Renovierungskosten. Aber auch dies erwies sich als kein einfacher Weg: entweder waren diese unfassbar teuer (500.000 Euro und aufwärts mit zu erwartenden Renovierungskosten von 100.000 Euro), lagen extrem weit weg, hatten eine komplizierte Aufteilung (wir wollten es schlicht) oder sonst irgendwas … Wir schraubten an unseren Ansprüchen, aber so ganz von unseren Vorstellungen wollten wir dennoch nicht abweichen.

Im Juli 2016 erhofften wir uns über einen Fertigbauanbieter eventuell so an unser Haus zu kommen. Das war gerade für Roland ein großer Schritt: seine Familie ist sehr handwerklich und hat mittlerweile 3 Häuser in kompletter Eigenleistung gebaut. Für mich war die Überlegung ein Fertighaus zu bauen nicht so fern, denn ich habe gesehen, wie eben die Bauphase an Rolands Familie zehrte. Da unsere Familie weiter weg wohnen, habe ich Roland stets alleine am Haus bauen sehen und wollte mir nicht ausmalen, wie er am Ende da steht.

Es fand sich sogar ein Grundriss für uns, der uns schnell zusagte. Ein paar Kleinigkeiten geändert und es hätte super werden können.

Ich hatte mir etwas mehr erhofft vom Fertighausanbieter … Dieser bot uns nämlich einen Grundstückservice an: sprich wir geben ihm die Eckdaten und er streckt seine Fühler in alle Richtungen und befragt Makler in den entsprechenden Gegenden. Diese kommen hier und da sogar eher an Grundstücke ran, als man selbst. Klingt schön … brachte NIX (ja, wir suchten auch nebenher mit). Zum Teil waren die Grundstücke fern ab von Preisvorstellungen (200.000 Euro waren angedacht, angeboten haben wir teilweise Plätze für 400.000 Euro), komplizierte Teilungen mit Teilnutzungsrechten oder weit außerhalb unseres Suchradius.

Und was ist es nun endlich geworden …

Ein Haus, 35 min von Wiesbaden entfernt, Baujahr 1976, 186qm + 140qm Nutzfläche, guten Energiewerten, in einer ruhigen Lage, zwei Etagen, Keller mit Sauna und Partyraum, Kamin, 2 min bis zum Rhein, Kindergarten und Grundschule im Stadtteil, Supermarkt im 4km Radius. Klar lassen sich auch hier Haken finden, aber irgendwie hatte es uns das Haus angetan. Zunächst schreckten wir wegen der lange Einfahrt und der Treppe ins Erdgeschoss etwas zurück, aber das warme, positive Gefühl, was wir hatten, als wir das Haus betraten, konnte damit nicht gemindert werden. Es sollte einfach unser Haus werden. Wir haben bis dato ca 10 (oder mehr?) Häuser besichtigt und immer dieses: mh ok, das können wir machen, das können wir verändern, das gefällt mir, bla. Aber bei keinem hatten wir dieses Gefühl. Uns war von Anfang an klar, dass wir noch einiges tun müssen: zwei Räume im Rohbau, beide Badezimmer original 1976, die Küche von den Schränken auch original, die Fenster nur Alu (aber zumindest das schon mal), die Fassade vielleicht mal wieder einen Anstrich braucht, der Garten etwas runtergekommen wirkt und noch einiges mehr … dennoch …

Es sollte einfach unser Haus werden. Mehr wird folgen, denn die Badezimmer sind bereits rausgrissen ;)
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Reibungslos geht anders: willkommen auf der Baustelle!
Badrenovierung: Mut zu Schwarz
Badewannen freies Wohnzimmer

Titelbild von freepik.

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Ein Gedanke zu “Großprojekt: Traumhäusle … wie alles begann

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