Reibungslos geht anders: willkommen auf der Baustelle!

Der Vorschlaghammer wird angesetzt, die Keramik wird rausgenommen, die Fließen werden abgeklopft und der Bauschutt Tonne um Tonne entsorgt. Die Baustelle wird eröffnet!

Baustelle … Was steht denn eigentlich als erstes an

  • Prio 1: Sanierung des Bades im Keller und im Erdgeschoss. Erst Abriss aller Sanitärkeramik und Fließen. Im Badezimmer EG sogar Entfernung des Estrichs
  • Prio 2: Abflussrohr für ein WC verlegen vom Keller ins Erd- und Dachgeschoss (alle drei Badezimmer sind übereinander, aber nur das im Keller verfügt über ein WC – aktuell ;) )
  • Prio 3: Renovierung der Räume im Erdgeschoss. Wohnzimmer und Schlafzimmer tapezieren, Gästezimmer und Ankleideraum streichen
  • Prio 4: Renovierung der Zimmer im Dachgeschoss. Werden vorläufig als Büro genutzt mit Lagerung alles Ordner und Büromaterialien, bis Nachwusch Anspruch erhebt.
  • Prio 5: Bett bauen und Ankleideraum mit Regalen versorgen

Es findet seinen Anfang …

Der erste Tag (Samstag) verlief grandios in Sachen Badsanierung. Dank vieler Helfer (zwei aus der Familie und 4 aus dem Freundeskreis) konnten beide Badezimmer tatsächlich an einem Tag komplett freigelegt werden. Ich dachte wir könnten unseren Zeitplan einhalten … FEHLER … So etwas darf man wohl niemals auf einer Baustelle annehmen ;)

Der zweite Tag zeigte direkt erst mal, wie das normalerweise von statten geht: einer hat Bauchkrämpfe, den anderen geht das Material aus und ich habe keine freie Räume (Problematik mit der vorherigen Besitzerin) in denen ich streichen kann. Stillstand also und Abbruch des Arbeitstag nach der Hälfte.

Die nächsten Tage waren leider zunächst dadurch gezeichnet, dass wir zwei Krankheitsausfälle vermelden mussten: Rolands Vater in der Heimat konnte nicht anreisen und Roland selbst musste zurückgelassen werden wegen einer schweren Grippe. Der Rest versuchte das beste daraus zu machen und legt los. Die notwendigen Rohre werden freigelegt und zeigen, dass in der früheren Planung entweder ein Spaßvogel am Werk war oder es nicht nachvollziehbare Gründe gab, die Rohrleitungen etwas unkonventioneller zu verlegen, siehe Titelbild ;)

Während das untere Bad Stück um Stück von einer Baustelle zu einem Bad wird, bleibt das Obere nach dem Abriss zunächst unberührt. Erst mittwochs erscheint Roland, noch sichtlich gezeichnet, auf der Baustelle, sowie sein Vater, den ich in der Heimat abholte. Nach kurzer Begutachtung des Bades im Erdgeschosses wird leider klar, dass es mit den Wasserzulaufrohren ein Problem gibt: die Kaltwasserrohre sind fast komplett verstopft und müssen ausgetauscht werden. Davon betroffen ist das untere Bad nicht, aber die Küche, die eigentlich erst nächstes Jahr auf dem Programm stand.

Donnerstags erreicht uns endlich die große Lieferung des Baumarktes, womit das Bad im Keller komplett gefliest werden konnte, was dann auch der Endstand dort am ende der Woche ist:

  • Bad im Keller komplett gefliest
  • Teile der Wasserleitungen  sind ausgetauscht
  • Wäscherohr zwischen den drei Badezimmern vorbereitet bzw im Keller eingebaut und verfließt*
  • beide Zimmer im Dachgeschoss sind gestrichen – wobei im einen noch die Decke lackiert werden muss
  • eine Wand im Gästezimmer ist gestrichen

Es geht in die zweite Woche

Wäscheschacht

Da wir beide arbeiten müssen tut sich während der Woche leider nicht all zuviel, bis auf die Tatsache, dass die vorherige Besitzerin ihren Umzugstag hat: all ihre Möbel werden freitags in einem Rutsch abgeholt. Roland ist an diesem Tag anwesend und macht kleinere Arbeiten im Bad EG, während er immer wieder die Möbelpacker ermahnen muss, vorsichtig mit Türzargen etc zu sein.

Als ich samstags wieder im Haus bin, hat sich bei mir im Kopf etwas verändert: vorher hatte ich immer das Gefühl eine Besucherin bei jemanden zu sein oder sogar das Eigentum von jemand anderen zu bearbeiten. Dach nun, seit das Haus endlich geräumt ist und ausschließlich unsere Sachen dort sind, fühlt es sich auch eher nach „unserem“ Haus an. Mein Tatendrang ist auch ganz anders :) Wollte gar nicht mehr aufhören zu werkeln.

Samstag und Sonntag stand bei mir im Zeichen des Tapezieren: zunächst löste ich die Tapeten, soweit möglich, von den Wänden, bevor ich mit meiner Mutter sonntags das gesamte Wohnzimmer neu tapezierte. Darüber hinaus tapezierte ich am Ende, um den restlichen Kleister zu verarbeiten, meine ersten Bahnen. Nicht mehr nur zusehen und „beihelfen“, sondern selbst tapezieren :) Im Schlafzimmer geht es also auch vorwärts.

Zusätzlich waren wieder die Helfer aus Rolands Familie zu gegen und verfugten das Bad im KG, setzten die Keramik, verlegten weitere Wasserleitungen und machten den letzten Durchbruch für das Wäscherohr – alles trotz Krankheit bei einem Helfer. Alle Badbeteiligtem arbeiten an ihren Grenzen. Ich ziehe meinen Hut und wünsche weiterhin gute Besserung.

Ohne unsere Helfer wären wir nicht im Ansatz soweit gekommen bzw hätten es ohne ihre Hilfe und ihr Wissen nicht soweit gebracht: an dieser Stelle noch mal ein riesen Lob für die fantastische Arbeit und ein MEGA DANKESCHÖN für alles! Ich kann gar nicht genug Kaffee und Tee machen und Essen kochen, um das auszugleichen.

Bodenfliesen + Duschwand: Bois Butella; Achtung Größe variiert sehr
Wandfliesen: Avida weiß matt
Fliesen (und einiges mehr) Kleber: Lugato -> sehr zu empfehlen!
schwarze Keramik: vida XL; Achtung beim Unterputz-Spülkasten fehlt ein Ventil für den Wassereinlass

Advertisements

2 Gedanken zu “Reibungslos geht anders: willkommen auf der Baustelle!

  1. Pingback: Großprojekt: Traumhäusle … wie alles begann | RAM254

  2. Pingback: Badrenovierung: Mut zu Schwarz | RAM254

Gedanken dazu …

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s