Verkauf der Wohnung und Abschluss Bilanz

Nun ist das nächste große Immobilien Projekt angelaufen. Wobei es weniger ein Finanzprojekt als vielmehr die Erfüllung eines kleinen Traumes ist.
Machen wir erstmal einen Schlussstrich unter die Bilanz der Wohnung.

Bilanz der Wohnung

Wie hier beschrieben hat uns die Wohnung ALL-IN ca. 80.500 € gekostet. Beim Verkauf konnten wir sehr einfach 87.000 € erzielen. Vielleicht hätten wir mit mehr Zeitinvestment sogar noch mehr herausholen können aber ehrlich gesagt sind wir gerade mit dem neuen Immobilien Projekt so sehr ausgelastet, dass wir dankbar sind, dass dieses Thema bereits vom Tisch ist. Zudem haben wir ein gutes Gefühl mit den Käufern, dass das ganze unkompliziert von statten geht.

Super der Verkaufspreis ist schon mal höher als ursprünglich geplant und damit auch höher als die kosten. Die Bilanz ist positiv. Doch es sind nach ca. 3 Jahren gerade mal 8,1 % Gewinn. Also die Rendite für Kauf und Verkauf ist recht mau aber immerhin höher als jedes Tagesgeldkonto.

Aber was uns finanziell gut getan hat. Wir wohnten günstiger als zur Miete. Für unsere eigene Wohnung hätten wir selbst, wenn wir sie vermieten würden im Durchschnitt 750 € Warmmiete verlangt. Uns selbst hat die Wohnung neben dem Kauf noch ca. 450 € (warm) jeden Monat gekostet. Somit gewinnen wir hier 300€ pro Monat, auf 3 Jahre gesehen sind es 10.800 €.

Rechnen wir diese Miet-Ersparnis über die 3 Jahre mit ein, ergibt es eine „weitere Rendite“ von 13,4 % im Vergleich zum ALL-IN Kaufpreis.

Weitere Investments

Nach dem die Wohnung fertig war, begann ich mich auch näher mit Aktien zu beschäftigen. Für das jetzige Projekt „Traumhaus“ habe ich mein Depot allerdings komplett verkauft um alles in das neue Immobilien Projekt zu stecken (dazu mehr in einem späteren Blogbeitrag). Kurz zusammengefasst, ich hatte mehr Glück als Verstand. In den letzten 2 Jahren habe ich insgesamt eine Rendite von ca. 20 % erwirtschaftet.

Damals hatte ich mich selbst gefragt, was lohnt sich eher, Immobilien oder Aktien? Nun nach 3 Jahren kann ich meine persönliche Bilanz ziehen:

Die Wohnung hat mir insgesamt eine Rendite in 3 Jahren von 22,5 % eingebracht, während meine Aktien mir nach 2 Jahren ca. 20 % eingebracht haben.

Auf der einen Seite hat die Wohnung insgesamt deutlich mehr Zeit und viel mehr Arbeit gekostet aber auf der anderen Seite hat es sich subjektiv betrachtet irgendwie sicherer angefühlt, denn der Immobilienmarkt ist deutlich träger als der Aktienmarkt. Außerdem als Eigentümer hat man viel mehr Freiheiten die Wohnung anders zu gestalten. Als Mieter hätten wir nicht einfach so eine Wand mitten durchs Wohnzimmer ziehen dürfen.

Was Aktien angeht so ging es mit denen auf der einen Seite sehr schnell voran. Fix mal eben am Abend ein paar Positionen ins Depot gelegt, hier und da ein wenig weiter über die ganze Thematik recherchiert und es wurde in kleinen Schritten ein ganzer Schuh daraus. Auf der anderen Seite hatte ich gefühlt vermutlich mehr Glück als Verstand, ich hätte genauso gut alles verlieren können. Auch wenn ich recht konservativ investiert habe und mit meiner Auswahl an Positionen, keine schlaflosen Nächte hatte.

Fazit

Doch was ist denn nun besser? Leider kann ich das immer noch nicht genau beantworten. Für meinen ganz speziellen Fall würde ich sagen, Aktien sind die einfachere und rentablere doch Immobilien sind sicherer. Daher hat sich für mich diese Kombination aus beiden als am besten herausgestellt.

Ergebnis meines 3 jährigen Immobilien Experiments: Alles lief wie geplant, mit kleiner positiver Überraschung bei den Aktien.

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3 Gedanken zu “Verkauf der Wohnung und Abschluss Bilanz

  1. Ich hätte da mal eine Frage zu, wenn ihr die Wohnung nach 3 Jahren wieder verkauft, und das für rund 20 Tsd Eu mehr als der ursprüngliche Kaufpreis, dann müsst ihr doch noch 40 % Spekulationssteuer auf diesen „Gewinn“ rechnen, wie ändert sich da für euch die Rendite?

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    • Hi,

      nein wir mussten keine Spekulationssteuer zahlen, da wir die Wohnung selbst mehr als 3 Kalenderjahre bewohnt haben. Das war auch der Grund weshalb wir selbst die Wohnung bewohnt haben. Wenn wir vermietet hätten, hätten wir 10 Jahre warten müssen bis wir sie ohne Spekulationssteuer hätten verkaufen dürfen.

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Gedanken dazu …

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