„Nur die Harten kommen in den Garten“ und/oder die Allergiker

Die letzten Sonnentagen haben wir, hauptsächlich aber ich, dazu genutzt, den Garten auf Vordermann zu bringen, was ja eigentlich erst auf der To-Do steht, wenn der Innenbereich fast fertig ist … -> Tipps für Baustauballergiker am Ende des Beitrags.

Leider gab es aber nach unserem Umzug ein Problem: scheinbar habe ich eine Baustaub-Allergie … oder gegen Ytong, Zement, Fließenkleber, was auch immer. Laut Dr Google ist das sogar recht verbreitet und viele leiden unter ähnlichen Symptomen. Seit unserem Umzug ist meine Nase dauerhaft zu und mein Gesicht ähnelt einem Streuselkuchen. Was hilft dagegen, leider nur eins effektiv: putzen, putzen, putzen, versuchen die Zeit im Haus etwas zu minimieren und mit der Baustelle fertig werden … tolle Ratschläge (* weitere – „richtige“ – Ratschläge am Ende dieses Artikel). Da kamen mir die sonnigen Tage der letzten Wochenenden gerade wie gerufen und ich setzte die Umgestaltung des Gartens auf die ToDo Liste weit nach oben!

Ist Zustand

Unser Garten ist aufgrund der Grundstückgröße recht beschränkt und umfasst lediglich den gesetzlichen Mindestabstand zu den Nachbar-Grundstücken: sprich wir haben „nur“ 3 Meter einmal komplett um das Haus. Unsere Vorgänger wollten dies ausnutzen und haben neben einem durchgehenden Grünstreifen, vier 10 Meter lange Blumenbeete, zwei zusätzliche Bereiche für Blumenbeete und einen Nutzgarten angelegt. Dazu kommen noch zwei Kompostboxen und ein Gartenhaus. Alles umrandet mit tiefvergrabenen Ziegelsteinen. Freude …

Das ist uns zu viel und wir wollten es einfacher/schlichter haben. Es ist zwar flächenmäßig nicht viel, aber es macht dennoch sehr viel Arbeit. Zudem möchten wir in naher Zukunft gerne Kinder haben, die zu einem mehr Platz zum spielen haben sollen und zu anderen würden wir gerne die Zeit mit ihnen verbringen, statt mit Blumenbeetpflege ;)

Vorhaben

Alle Blumenbeete werden bis auf einen kleinen Bereich komplett beseitigt und durch einfache Wiese ersetzt. Einen kleinen Blumenbereich wollte ich dann doch haben, wobei ich den in erster Linie mit dauerhaften Pflanzen angelegt habe: sprich 4 Bambusstreucher und 2 Fliederbäumen. Dazu kommen für dieses Jahr noch Sonnenblumen. Als Clou habe ich diesen Teil mit den übrig gebliebenen Glasbausteinen aus unserer Wohnung umrandet; wovon sogar 4 Bausteine leuchten.

An einer anderen Stelle, auf der eher unauffälligen Seite, habe ich mir ein Hochbeet angelegt mit den Ziegelsteinen, die die früheren Beete umrandet haben. Dort werde ich Nutzpflanzen setzen, in der Hoffnung hin und wieder selbstangebautes Gemüse essen zu können. Mal sehen. Um das Hochbeet zu füllen habe ich zur Hausseite hi erst mal Folie ausgelegt und mir vom Werkstoffhof Rindenmulch der abgegebenen Gartenabfälle besorgt. Den Rest wurde mit Gemüseerde aufgefüllt. Einige Gemüsesorten habe ich als kleine Pflänzchen eingesetzt und andere als Saat. Einfach als Test für mich ;) Damit ich weiß, was was ist, habe ich extra kleine Schildchen beschriftet.

Um es beim Rasenmähen einfacher zu haben, habe ich mit den Ziegelsteinen auch Wasserrohre oder einen Baum umrandet. Alles andere werden hoffentlich Grünflächen.

Neuer Ist-Zustand

Die Umsetzung ist nun ein paar Wochen her: die ersten Rasensamen wurden bereits zu Rasen und die gepflanzten Sonnenblumen kommen langsam aus der Erde. Sobald die Blumen kräftig sind und mal 5-10 Zentimeter groß sind, werde ich den Bereich mit grobem Rindenmulch aufschütten. Als letztes wurde das Hochbeet fertig. Es sieht sehr gut aus. Hoffe ich kann tatsächlich etwas ernten und die Mühe war es wert.

Zwei Projekte kamen am Ende noch hinzu:

  • einmal haben wir einen Baum, der sich einer Mauer bei unserer Einfahrt entlang schlängelte. Ich musste ihn leider stark zurück kürzen, da wir sonst Platz- und Parkprobleme mit zwei Autos bekommen. Beim Parken war dieser nicht sichtbar in den Spiegeln und bevor wir uns die Autos vorne komplett zerkratzen … Sorry lieber Baum :(
  • das andere betrifft einen alten Fliederbaum. Leider wurde er als Kletterbraum benutzt und sieht dementsprechend aus. Darüber hinaus hatte er viele vertrocknete Äste, für die der Baum dennoch Energie aufbringt. Ich habe die wirklich vertrockneten Äste entfernt in der Hoffnung, das sich damit der Baum erholen kann. Triebe hat er reichlich und ich gebe nicht auf :)

Was tun bei Baustaub Allergie

Zunächst: mit Baustaub ist alles gemeint, was auf einer Baustelle an Schmutz anfällt. Sei es Fließenkleber, Ytong, Kalk, Staub oder sonstiges. Zudem scheint es, dass es sehr verbreitet ist, denn durch Freunde und Bekannte habe ich unzählige Mitleidene gefunden.

Bei mir äußert sich das für alle sichtbar im Gesicht. Ein Wochenende, an dem im Badezimmer (Rohbau) gearbeitet wurde, steht es mir dann meist „förmlich ins Gesicht geschrieben“.  Auf der Arbeit werde ich dann meist mit den Worten begrüßt: „Ah, es wurde wieder am Badezimmer gearbeitet.“

Mit Mizellenwasser aus einem Drogerie Markt, einer teuren Creme aus der Apotheke und einer fettenden Creme kann man das Ganze, zweimal täglich angewendet, etwas eindämmen. Zumindest den Ausschlag. Zumindest bis das nächste Mal Baustaub im großem Stile aufgewirbelt wird. Darüber hinaus sollte man sehr vile trinken, damit die Haut auch gut innen heraus mit genügend Feuchtigkeit versogt wird.

Ansonsten steht nach einem intensiven Bau-Wochenende erst mal putzen auf dem Programm: sollte ganz grober Dreck vorhanden sein, sauge ich erst mal, auch wenn das beim feinen Baustaub eher eine Aufwirbelung ist. Aber nach dem Saugen warte ich erst mal 1-2 Stunden, in der Hoffnung, das sich der aufgewirbelte Staub legt. Dann folgen mindestens zwei Putzdurchgänge: einmal den groben Staub – mit klarem Wasser und einmal für den feineren Staub – mit Bodenwisch-Reinigungszusatz. Für jeden Durchgänge verwende ich einen eigenen Wischerbezug, die ich nach ein paar Mal entsorgen muss, denn sonst wird der Dreck nur verteilt, statt aufgewischt :( in der Waschmaschine waschen bringt da leider auch nichts.

Bei großen Räumen (25qm+) wasche ich die Putzlappen ein- bis zweimal aus, denn sonst wird auch dadurch der Staub nur verteilt und nicht aufgewischt.

Es ist äußerst lästig und man sieht auch mach dem zweitem Putzdurchgang anfangs keine Veränderung. Baustaub ist einfach S****** und SEHR hartnäckig. Jetzt nachdem ich das über 6 Wochen, zwei mal wöchentlich mache, sehe ich einen Unterschied und nach jedem Putzen geht es mir ein bisschen besser.

Ich hatte überlegt einen Luftreiniger anzuschaffen, aber wenn man den Bewertungen glauben kann, dann ist von den günstigeren Modellen abzuraten und da ich keinenm dreistellige Betrag ausgeben wollte für einen Versuch …

An alle Allergiker: es wird besser! Kopf hoch, haltet durch.
Wir wünschen euch eine gute Besserung!

Wie seit ihr mit ihrer Allergie umgegangen? Habt ihr Wege/Möglichkeiten gefunden, die gut funktioniert und hilft?

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Gedanken dazu …

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